Barcode-Lexikon

EAN / UPC

Herkunft

Das Ergebnis von Untersuchungen in den USA, für die Lebensmittelindustrie einen Standard-Code einzuführen, ist das 1973 in Kraft getretene UPC - Symbol (Universal Product Code).
Der EAN (European Article Numbering Association) baut auf dem UPC auf, der in USA und Kanada für eine einheitliche Artikelnummerierung verwendet wird. Infolge nur geringer Änderungen der Logik beim EAN gegenüber dem UPC wurde ein weltweit kompatibles Strichcodesystem erreicht. 1977 hat die CCG (Centrale für Coorganisation) die Verteilung der Nummern für die Bundesrepublik Deutschland übernommen. Die EAN beruht auf einer freiwilligen Zusammenarbeit von Herstellern und Handel in einer weltweiten Vereinbarung zwischen mehr als 20 Ländern. Zu der Gruppe der Handelsstrichcode zählen folgende vier Strichcodevarianten:

  • EAN = European Article Numbering
  • IAN = International Article Numbering
  • JAN = Japanese Article Numbering
  • UPC = Universal Product Code

Die drei Code EAN, IAN und JAN sind im Aufbau identisch. Der UPC Version A ist zwar vom System her kompatibel, aber nicht in der Praxis in USA und Kanada gemeinsam mit dem EAN auf den installierten Scannern zu lesen. Der Grund liegt in der Decodierung des Codes, da die dort installierten Scanner nur 12 Stellen, statt der 13 Stellen in EAN-Ländern, decodieren.

Anwendungsbereiche & Branchen

  • Konsumgüter, Handel
  • Elektronik-Industrie
  • Medikalbereich
  • Verpackungsindustrie

Klassifizierung

Vorteile / Stärken

Nachteile / Schwächen

  • Sehr kleine Drucktoleranz
  • Nur von Mitgliedsunternehmen der EAN- bzw. UCC-Organisation einzusetzen.

Codierbarer Zeichensatz

  • Ziffern
  • 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
  • Rand- & Hilfszeichen

werden vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert

Symboleigenschaften

  • Codeart
    • kontinuierlich (Eine Symbologie, in der es keine Trennlücken gibt, in der also alle Lücken Informationen enthalten, das letzte Element eines Zeichens folglich direkt an das erste Element des nächsten Symbolzeichen grenzt und somit alle Elemente des Strichcodes kontinuierlich Datenträger sind)
  • Elemente pro Symbolzeichen:
    • ja (die Zeichen sind eigensicher, d.h., daß eine Veränderung innerhalb eines Zeichens als Fehler erkannt wird)
  • Selbstüberprüfende Zeichen:
    • kontinuierlich (Eine Symbologie, in der es keine Trennlücken gibt, in der also alle Lücken Informationen enthalten, das letzte Element eines Zeichens folglich direkt an das erste Element des nächsten Symbolzeichen grenzt und somit alle Elemente des Strichcodes kontinuierlich Datenträger sind)
  • Symbollänge:
    • fest (variierende Längen von 2 bis 13 Zeichen in Abhängigkeit vom jeweiligen Symboltyp)
  • Ratio (Verhältnis der vier Elementbreiten):
    • Das Verhältnis der vier Elementbreiten untereinander soll 4 : 3 : 2 : 1 betragen.
  • Omnidirektional lesbar:
    • ja (das Strichcodesymbol kann richtungsunabhängig gelesen werden)
  • Prüfziffer:
    • eine Prüfziffer ist zwingend (wird vom "Visual Barcode Designer" automatisch generiert)
  • Zeichendichte:
    • 7 Moduln pro Nutzzeichen
  • Notwendige Zeichen, die keine Nutzinformationen enthalten:
    • Das Äquivalent zu 11 Moduln beim EAN-13, EAN-8 & UPC-A Symbol und 9 Moduln beim UPC-E Symbol; abweichende Festlegungen bei anderen Symboltypen.

Prüfzeichen & Datensicherheit

Jedes Strichcodesymbol arbeitet mit zwei voneinander unabhängigen Selbstkontrolleinrichtungen. Einmal erfolgt die Selbstkontrolle über die Parität der Modulanzahl und zum Anderen über eine Prüfziffer, berechnet nach Modulo 10, die vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert wird.

EAN / UPC-Schriftgrößentabelle

Schriftgröße SC Vergrößerungs-faktor Modulbreite in mm
0 0,818 0,27
1 0,90 0,30
2 1,00 0,33
3 1,10 0,36
4 1,20 0,40
5 1,35 0,45
6 1,50 0,50
7 1,65 0,55
8 1,85 0,60
9 2,00 0,65

Die obere Tabelle stellt als Standard vordefinierte Modulbreiten dar. Die Schriftgröße SC 2 (Vergrößerungsfaktor = 1,00) entspricht der Nominalgröße. Mit "Visual Bar Code Designer" können allerdings auch andere Modulbreiten generiert werden. Die Scanner können auch Barcodes mit anderen Modulbreiten als in dieser Tabelle angegeben mühelos lesen.

Symbolstruktur

Ein EAN/UPC Symbol besteht aus einem Hauptsymbol. Dabei kann es sich um ein EAN-13, EAN-8, UPC-A oder UPC-E Symbol, das gegebenenfalls von einem Zusatzsymbol begleitet wird, handeln.

Symbolformate

Sonderanwendungen

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