Barcode-Lexikon

Code 39

Herkunft

Der Code 39 wurde 1975 bei der Fa. Intermec entwickelt und wurde von diversen Organisationen (z.B. AIM, ANSI, DOD, AIAG, HIBCC, ISO, EN, ODETTE, Danish PTT, French Postal etc.) in Spezifikationen bzw. Normen festgelegt.

Symbolbeispiele

Code39 Symbol

Beispiel eines Code 39 Symbol mit acht Nutzzeichen (12345678) und einem Prüfzeichen (-):

Code 39 Symbol mit acht Nutzzeichen

Symbologiebezeichnungen

Der Code 39 (VBCD: Code 39) wird mitunter auch

  • Code alpha 39 oder
  • Code 3 of 9 oder
  • 3 of 9 Code genannt.

Die beiden Ziffern 3 und 9 sagen aus, daß jedes Zeichen aus 3 breiten Elementen, bei insgesamt 9 Elementen, besteht.

Anwendungsbereiche & Branchen

  • Paketdienste
  • Elektronik-Industrie
  • Chemie-Industrie
  • Gesundheitssektor und Medikalbereich
  • Speditionen und Transportwirtschaft
  • dient meist nur noch internen logistischen Zwecken
  • Einsatz für interne Material- und Serien-Nr.
  • tlw. Produktkennzeichnung im Gesundheitssektor und Medikalbereich.
  • ODETTE

Klassifizierung

Vorteile / Stärken

  • alphanumerischer Zeichensatz
  • große Lesesicherheit
  • sehr weit verbreitet
  • einfach in der Produktion

Nachteile / Schwächen

  • wird immer weniger eingesetzt, da Informationsdichte (neun Elemente und eine Trennlücke pro Symbolzeichen erforderlich) sehr gering
  • omnidirektionale Lesbarkeit bedingt möglich.

Codierbarer Zeichensatz

  • Alphanumerisch A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
  • 7 Sonderzeichen Space $ % + - . /
  • 1 Start-/Stopp-Zeichen wird vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert

Symboleigenschaften

  • Codeart: diskret (die Lücke –Trennlücke- zwischen den einzelnen Zeichen enthält keine Information)
  • Elemente pro Symbolzeichen: 9, davon 3 breite und 6 schmale, die 5 Striche und 4 Lücken darstellen
  • Selbstüberprüfende Zeichen: ja (die Zeichen sind eigensicher, d.h., daß eine Veränderung innerhalb eines Zeichens als Fehler erkannt wird)
  • Symbollänge: variabel (die Anzahl der Datenzeichen im Symbol kann, abhängig bestehender Vereinbarungen, fest, variabel oder variabel bis zu einem definierten Maximum sein)
  • Ratio (Verhältnis von breitem zu schmalem Element): Das Verhältnis sollte zwischen 2,0 : 1 und 3,0 : 1 liegen.
  • Bidirektional lesbar: ja (das Strichcodesymbol kann in zwei Richtungen gelesen werden, d.h. vorwärts oder rückwärts)
  • Prüfzeichen: ein optionales Prüfzeichen (durch Einsatz eines Prüfzeichens – Symbolprüfzeichen – können Substitutionsfehler nahezu vollständig erkannt werden)
  • Zeichendichte: 13 bis 16 Module pro Symbolzeichen, einschließlich der zwischen den Schriftzeichen auftretenden Lücke –Trennlücke- und je nach Verhältnis von breitem zu schmalem Element
  • Notwendige Zeichen, die keine Nutzinformationen enthalten: Das Äquivalent von 2 Symbolzeichen.

Prüfzeichen & Datensicherheit

Die neun Elemente eines jeden Zeichens bestehen aus fünf Strichen und vier Lücken. Jedes Zeichen des Code 39 ist selbstüberprüfend und gewährleistet bereits dadurch eine hohe Sicherheit gegen Falschlesung. Das Vorhandensein eines zusätzlichen Prüfzeichens (Symbolprüfzeichen) ist nicht vorgeschrieben.

Der größeren Sicherheit wegen sollte ein Prüfzeichen (berechnet nach Modulo-43), das vom "Visual Bar Code Designer" bei Bedarf automatisch generiert wird, zur Anwendung kommen.

Symbolbeschreibung

Ein Symbol besteht, von links beginnend, aus:

  • einer führenden Hellzone
  • einem Startzeichen
  • einem oder mehreren Symbolzeichen (Nutzzeichen)
  • evtl. einem optionalen Prüfzeichen (Symbolprüfzeichen), das vom "Visual Bar Code Designer" bei Bedarf automatisch generiert wird
  • einem Stopp-Zeichen
  • einer abschließenden Hellzone
  • Klarschriftzeile (Human Readable Text) Eine für den Menschen lesbare Übersetzung der im Symbol codierten Datenzeichen (und gegebenenfalls der Prüfzeichen) sollte üblicherweise mit dem Symbol ausgedruckt werden. Die Größe der Schriftzeichen und der Schrifttyp sind nicht spezifiziert. So lange die Hellzonen nicht verletzt werden, darf die Klarschriftzeile an einer beliebigen Stelle in Symbolnähe gedruckt werden. Üblicherweise wird die Klarschriftzeile unterhalb des Symbols angeordnet.

Sonderanwendungen

Für die nachfolgend beschriebenen Sonderanwendungen dient der Code 39 als Grundlage. Zur Unterscheidung, gegenüber dem Standardcode Code 39 sind z.T. besondere Prüfziffernberechnungen, Zeichenanzahlen etc. vorgeschrieben.

Code 39

  • Danish PTT (VBCD: Danish PTT 39 Barcode) Ein spezieller Code 39, der auf Paketetiketten für Postversendungen in Dänemark eingesetzt wird. Das Symbol enthält 10 Datenzeichen, ein speziell berechnetes Prüfzeichen und die beiden Zeichen DK am Ende.

Code 39 Danish PTT

  • French Postal (VBCD: French Postal 39 A/R) Ein spezieller Code 39, der auf registrierten Briefformularen in Frankreich eingesetzt wird. Das Symbol beginnt entweder mit RA oder RB, enthält 8 Datenzeichen, ein speziell berechnetes Prüfzeichen und endet mit FR.

Code 39 French Postal

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