Barcode-Lexikon

Code128

Herkunft

Der Code 128 wurde von der Fa. Computer Identics im Jahre 1981 entwickelt und von der AIM (Automatic Identification Manufacturers, Inc.) als USS-128 genormt. Der Name Code 128 bezieht sich auf die 128 darstellbaren ASCII-Zeichen.

Der Code 128 ist auch in DIN EN 799 Symbologie-Spezifikationen Code 128 in der EU genormt.

Symbolbeispiel

Beispiel eines Code 128 Symbol (Zeichensatz A) mit acht Datenzeichen (12345678) und einem Prüfzeichen:

Code 128

Symbologiebezeichnungen

Der Code 128 (VBCD: 128 autoswitch ; VBCD: 128 A ; VBCD: 128 B ; VBCD: 128 C) wurde auch als USD-6 in USA bezeichnet.

Ein eigener Subset, der EAN 128 bzw. der UCC-128 (VBCD: EAN 128; VBCD: UCC-128), ist ausschließlich zur Nutzung durch die International Article Numbering Association (EAN) bzw. des Uniform Code Council (UCC) festgelegt.

Anwendungsbereiche & Branchen

  • Paketdienste
  • Elektronik-Industrie
  • Chemie-Industrie
  • Gesundheitssektor
  • Spedition- & Transportwirtschaft
  • IATA Cargo

Die Sonderfestlegung EAN 128 bzw. UCC-128 wird zusätzlich eingesetzt:

  • Konsumgüter, Handel
  • Medikalbereich
  • Verpackungsindustrie

Klassifizierung

Vorteile / Stärken

Nachteile / Schwächen

Codierbarer Zeichensatz

  • Alle 128 ASCII Zeichen
    • im Zeichensatz A + B enthalten:
      • A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 SP ! " # $ % & ’ ( ) * + , - . / : ; < = > ? @ [ \ ] ^ _
    • nur im Zeichensatz A enthalten:
      • NUL SOH STX ETX EOT ENQ ACK BEL BS HAT LF VT FF CR SO SI DLE DC1 DC2 DC3 DC4 NAK SYN ETB CAN EM SUB ESC FS GS RS US
    • nur im Zeichensatz B enthalten:
      • a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z ` { | } ~ DEL
    • nur Ziffernpaare im ZS C enthalten:
      •  00 01 02 03 04 bis 96 97 98 99
  • 4 Funktionszeichen FNC 1 FNC 2 FNC 3 FNC 4
  • 4 Code- und Shift-Zeichen CODE A CODE B CODE C SHIFT
  • 3 Start-Zeichen wird vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert
  • 1 Stopp-Zeichen wird vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert

Symboleigenschaften

  • Codeart: kontinuierlich
  • Elemente pro Symbolzeichen: 6, davon je 3 Striche und 3 Lücken mit 1 bis 4 Modulen Breite. Das Stopp-Zeichen besteht aus 7 Elementen.
  • Selbstüberprüfende Zeichen: ja (die Zeichen sind eigensicher, d.h., daß eine Veränderung innerhalb eines Zeichens als Fehler erkannt wird)
  • Symbollänge: variabel (die Anzahl der Datenzeichen im Symbol kann, abhängig bestehender Vereinbarungen, fest, variabel oder variabel bis zu einem definierten Maximum sein)
  • Ratio (Verhältnis der vier Elementbreiten): Das Verhältnis der vier Elementbreiten untereinander soll 4 : 3 : 2 : 1 betragen.
  • Bidirektional lesbar: ja (das Strichcodesymbol kann in zwei Richtungen gelesen werden, d.h. vorwärts oder rückwärts)
  • Prüfzeichen: Ein Symbolprüfzeichen ist obligatorisch und wird nach Modulo 103, das vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert wird, berechnet.
  • Zeichendichte: 11 Module pro Symbolzeichen, 5,5 Module pro Datenzeichen im Zeichensatz C und 13 Module für das Stopp-Zeichen.
  • Notwendige Zeichen, die keine Nutzinformationen enthalten: Das Äquivalent von 35 Moduln

Prüfzeichen & Datensicherheit

Jedes Strichcodesymbol arbeitet mit zwei voneinander unabhängigen Selbstkontrolleinrichtungen. Einmal erfolgt die Selbstkontrolle über die Parität der Modulanzahl für die Striche und der Modulanzahl für die Lücken und zum Anderen über ein Prüfzeichen, berechnet nach Modulo 103.

Jedem Symbolzeichen ist ein numerischer Wert (Value) zugeordnet. Diese Werte werden zur Ermittlung des Symbolprüfzeichens herangezogen.

Die Eigenschaft, daß jedes Symbolzeichen aus einer geraden Anzahl Module für die Striche und einer ungeraden Anzahl von Modulen für die Lücken besteht, wird für eine Selbstüberprüfung (gerade Parität) herangezogen.

Das Prüfzeichen wird vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert und in das Strichcodesymbol eingefügt.

Symbolbeschreibung

Ein Symbol besteht, von links beginnend, aus:

  • einer führenden Hellzone
  • einem Start-Zeichen
  • einem oder mehreren Symbolzeichen, die die Daten oder Sonderzeichen wiedergeben
  • einem obligatorischem Prüfzeichen (Symbolprüfzeichen), das vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert wird,
  • einem Stopp-Zeichen
  • einer abschließenden Hellzone
  • Klarschriftzeile (Human Readable Text) Eine für den Menschen lesbare Übersetzung der im Symbol codierten Datenzeichen (und gegebenenfalls des Prüfzeichens) sollte üblicherweise mit dem Symbol ausgedruckt werden. Die Größe der Schriftzeichen und der Schrifttyp sind nicht spezifiziert. So lange die Hellzonen nicht verletzt werden, darf die Klarschriftzeile an einer beliebigen Stelle in Symbolnähe gedruckt werden. Üblicherweise wird die Klarschriftzeile unterhalb des Symbols angeordnet (wird optional vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert).

Zeichensätze

Mit dem Code 128 kann der komplette ASCII-Zeichensatz dargestellt werden. Dabei wird je nach Anforderung zwischen drei Zeichensätzen A, B und C unterschieden. Innerhalb eines Strichcodesymbols kann zwischen den drei Zeichensätzen gewechselt werden.

  • Zeichensatz A beinhaltet sowohl die alphanumerischen Standardtastatur- und Interpunktionszeichen (ohne Kleinbuchstaben) als auch Steuerzeichen, d.h. Zeichen mit ASCII-Werten von 00 bis 95, sowie 7 Sonderzeichen.
  • Zeichensatz B beinhaltet alle alphanumerischen Standardtastaturzeichen einschließlich Kleinbuchstaben (d.H. ASCII-Zeichen 32 bis 127) und 7 Sonderzeichen.
  • Zeichensatz C beinhaltet die 100 Ziffernpaare 00 bis 99 sowie 3 Sonder- zeichen. Er erlaubt die paarweise Codierung numerischer Daten innerhalb eines einzigen Strichcodezeichens. Damit wird eine doppelte Dichte gegenüber den übrigen Daten erreicht.

Falls Sie mit VBCD Zeichen aus verschiedenen Zeichensätzen des Code 128 verschlüsseln möchten, wählen Sie den Code 128 Autoswitch. In diesem Fall können Sie alle Zeichen des ASCII-Zeichensatzes angeben. VBCD wird das Barcode Symbol für den Zeichensatzwechsel automatisch einfügen und zwar so, daß eine optimale Barcodelänge erreicht wird.

Sonderzeichen

  • Start-Zeichen Die Start-Zeichen A, B und C definieren den Zeichensatz, mit dem das Symbol beginnt.
  • Stopp-Zeichen Das Stopp-Zeichen ist für alle Zeichensätze identisch.
  • Code-Zeichen Durch die Code-Zeichen für Zeichensatz A, B oder C wird jeweils ein Wechsel vom vorher festgelegten Zeichensatz zu dem durch das Codezeichen festgelegten Zeichensatz bewirkt. Dieser Wechsel bezieht sich auf alle Zeichen nach dem Codezeichen bis zum Ende des Symbols oder bis zum nächsten Codezeichen.
  • Shift-Zeichen Durch das Shiftzeichen wird ein Wechsel von Zeichensatz A zu B, oder B zu A für das nächste Einzelzeichen nach dem Shiftzeichen bewirkt. Die diesem Zeichen nachfolgenden Zeichen kehren wieder zum Zeichensatz A bzw. B zurück, je nachdem, welcher vor dem Shiftzeichen definiert war.
  • Funktions-Zeichen FNC1 bis FNC4 sind Funktionszeichen und definieren Befehle an das Strichcode-Lesegerät zur Durchführung spezieller Arbeitsvorgänge oder Anwendungen.

Sonderanwendungen

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