Barcode-Lexikon

Codabar

Herkunft

Der Codabar wird unterteilt in die Variante mit 18 unterschiedlichen Elementbreiten, mitunter auch Monarch Code genannt, und in die Variante mit nur zwei Elementbreiten, auch Codabar Matrix bzw. ABC-Codabar genannt. Codabar wurde bei der Fa. Monarch Marking System Division of Pitney Bowes entwickelt. Die Variante mit den 18 unterschiedlichen Elementbreiten ist nicht mit jedem Drucksystem zu drucken, da die fest vorgegebenen Werte keiner üblichen Druckerauflösung zuordenbar sind. Aus diesem Grund kommt diese Version immer weniger zum Einsatz. Aus den vorgenannten Gründen entstand der Codabar mit zwei Elementbreiten, der auf fast allen Drucksystemen druckbar ist. 1977 wurde der ABC-Codabar von der "American Blood Commission" (ABC) zum Einsatz in Blutbanken festgelegt.

Symbolbeispiele

Beispiel eines Codabar-Symbol mit Start-Zeichen "A", Stopp-Zeichen "A", sechs Nutzzeichen (123456) und einem Prüfzeichen ($):

Codabar

Codabar-Symbol mit Start-Zeichen A Stopp-Zeichen A

Symbologiebezeichnungen

Der Code Codabar mit nur zwei Elementbreiten wird mitunter auch

  • USD-4 oder
  • 2 of 7 Code oder
  • USS-Codabar
  • Codabar Matrix oder
  • ABC-Codabar genannt.

Der Code Codabar mit 18 unterschiedlichen Elementbreiten wird mitunter auch

  • Monarch Code oder
  • Standard Codabar oder
  • Codabar Classic genannt.

Anwendungsbereiche & Branchen

  • Medikalbereich
  • Gesundheitssektor
  • Fotobranche

Klassifizierung

Vorteile / Stärken

Nachteile / Schwächen

  • niedrige Informationsdichte

Codierbarer Zeichensatz

  • 10 Ziffern 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
  • 6 Sonderzeichen - $ : / . +
  • 4 Start-/Stopp-Zeichen A B C D

Symboleigenschaften

  • Codeart: diskret (die Lücke –Trennlücke- zwischen den einzelnen Zeichen enthält keine Information)
  • Elemente pro Symbolzeichen: 7, davon 2 oder 3 breite und der Rest schmale Elemente, dargestellt in Form von 4 Strichen und 3 Lücken
  • Selbstüberprüfende Zeichen: ja (die Zeichen sind eigensicher, d.h., daß eine Veränderung innerhalb eines Zeichens als Fehler erkannt wird)
  • Symbollänge: variabel (die Anzahl der Datenzeichen im Symbol kann, abhängig bestehender Vereinbarungen, fest, variabel oder variabel bis zu einem definierten Maximum sein)
  • Ratio (Verhältnis von breitem zu schmalem Element): Das Verhältnis sollte zwischen 2,0 : 1 und 3,0 : 1 liegen.
  • Bidirektional lesbar: ja (das Strichcodesymbol kann in zwei Richtungen gelesen werden, d.h. vorwärts oder rückwärts)
  • Prüfzeichen: ein optionales Prüfzeichen (durch Einsatz eines Prüfzeichens – Symbolprüfzeichen – können Substitutionsfehler nahezu vollständig erkannt werden)
  • Zeichendichte: 10 bzw. 11 bis 12 bzw. 14 Moduln pro Symbolzeichen, einschließlich der zwischen den Schriftzeichen auftretenden Lücke –Trennlücke- und je nach Verhältnis von breitem zu schmalem Element
  • Notwendige Zeichen, die keine Nutzinformationen enthalten: 20 bis 26 Moduln, je nach Verhältnis von breitem zu schmalem Element.

Prüfzeichen & Datensicherheit

Der Codabar ist ein selbstüberprüfender Strichcode, der einen Prüfalgorithmus auf jedes Zeichen im Code anwendet. Selbstüberprüfende Strichcodes sind eigensicher, d.h., daß eine Veränderung innerhalb eines Zeichens als Fehler erkannt wird und somit zu einer Nichtlesung führt. Substitutionsfehler können dabei nur dann auftreten, wenn zwei oder mehr individuelle Druckfehler innerhalb eines Zeichens vorkommen.

Durch Einsatz eines zusätzlichen Prüfzeichens, das vom "Visual Bar Code Designer" bei Bedarf automatisch generiert wird, kann dieser Substitutionsfehler ebenfalls erkannt werden.

Symbolbeschreibung

Ein Symbol besteht, von links beginnend, aus:

  • einer führenden Hellzone
  • einem Start-Zeichen
  • einem oder mehreren Symbolzeichen (Nutzzeichen)
  • evtl. einem optionalen Prüfzeichen (Symbolprüfzeichen), das vom "Visual Bar Code Designer" bei Bedarf automatisch generiert wird
  • einem Stopp-Zeichen
  • einer abschließenden Hellzone
  • Klarschriftzeile (Human Readable Text)
    Eine für den Menschen lesbare Übersetzung der im Symbol codierten Datenzeichen (und gegebenenfalls der Prüfzeichen) sollte üblicherweise mit dem Symbol ausgedruckt werden. Die Größe der Schriftzeichen und der Schrifttyp sind nicht spezifiziert. So lange die Hellzonen nicht verletzt werden, darf die Klarschriftzeile an einer beliebigen Stelle in Symbolnähe gedruckt werden. Üblicherweise wird die Klarschriftzeile unterhalb des Symbols angeordnet.

Eine Lücke zwischen den Strichcode-Zeichen, die Trennlücke, trennt die einzelnen Strichcode-Zeichen innerhalb des Symbols.

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