Barcode-Lexikon

MSI Code

Herkunft

Der MSI Code ist ein "pulse width modulated" (PWM Code) und basiert auf dem Plessey Code.

Der MSI Code wurde entwickelt von der Firma MSI Data Corporation, USA.

Beispiel eines MSI Code Symbol (VBCD: MSI) mit neun Nutzzeichen (123456789) und ohne Symbolprüfzeichen:

MSI Code

MSI Code Symbol mit neun Nutzzeichen ohne Symbolprüfzeichen

Beispiel eines MSI Code Symbol (VBCD: MSI+CHK10) mit neun Nutzzeichen (123456789) und einem Symbolprüfzeichen (7), berechnet nach Modulo 10, das vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert wird:

MSI Code Symbol

MSI Code Symbol mit einem Symbolprüfzeichen

Beispiel eines MSI Code Symbol (VBCD: MSI+CHK10+CHK10) mit neun Nutzzeichen (123456789) und zwei Symbolprüfzeichen (78), berechnet nach Modulo 10 & Modulo 10, die vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert werden:

MSI-Code

MSI Code Symbol mit zwei Symbolprüfzeichen

Beispiel eines MSI Code Symbol (VBCD: MSI+CHK11+CHK10) mit neun Nutzzeichen (123456789) und zwei Symbolprüfzeichen (29), berechnet nach Modulo 11 & Modulo 10, die vom "Visual Bar Code Designer" automatisch generiert werden:

MSI Code berechnet nach Modulo 11 &  Modulo 10

Klassifizierung

Codierbarer Zeichensatz

  • 10 Ziffern 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
  • 1 Start-Zeichen wird vom "Visual Bar Code Designer" automatisch (Start-Muster) generiert
  • 1 Stopp-Zeichen wird vom "Visual Bar Code Designer" automatisch (Stopp-Muster) generiert

Symboleigenschaften

  • Codeart: kontinuierlich (alle Striche und Lücken enthalten Information)
  • Elemente pro Symbolzeichen: 8, 4 Striche und 4 Lücken Die Ziffern werden binär codiert. Der schmale Strich mit einer breiten Lücke entspricht einer logischen "0", der breite Strich mit einer schmalen Lücke entspricht einer logischen "1".
  • Selbstüberprüfende Zeichen: nein (die Zeichen sind nicht eigensicher, d.h., für eine Datensicherheit muß mit Symbolprüfziffern gearbeitet werden.)
  • Symbollänge: variabel (die Anzahl der Datenzeichen im Symbol kann, abhängig bestehender Vereinbarungen, fest, variabel oder variabel bis zu einem definierten Maximum sein)
  • Ratio (Verhältnis von breitem zu schmalem Element): Das Verhältnis sollte zwischen 1,5 : 1 und 2,66 : 1 liegen.
  • Bidirektional lesbar: ja (das Strichcodesymbol kann in zwei Richtungen gelesen werden, d.h. vorwärts oder rückwärts)
  • Prüfzeichen: 1 bzw 2 optionale Prüfzeichen (durch Einsatz von Prüfzeichen – Symbolprüfzeichen – können Substitutionsfehler nahezu vollständig erkannt werden)
  • Zeichendichte: 10 bis 13 Module pro Symbolzeichen, je nach Verhältnis von breitem zu schmalem Element

Prüfzeichen & Datensicherheit

Bei Anwendungen, die eine große Datensicherheit benötigen, ist unmittelbar hinter dem letzten Datenzeichen und direkt vor dem Stopp-Muster (Stopp-Zeichen) ein bzw. 2 Symbolprüfzeichen einzugeben. Wird ein Prüfzeichen verwendet, dann wird dieses nach Modulo 10 berechnet. Bei 2 Prüfzeichen besteht die Wahl zwischen der Kombination: Modulo 10 + Modulo 10 und Modulo 11 + Modulo 10. Alle MSI Variationen (ohne Prüfziffer, mit einer Prüfziffer und beide Kombinationen mit je 2 Prüfziffern) werden vom VBCD als separate Barcodes behandelt.

Symbolbeschreibung

Ein Symbol besteht, von links beginnend, aus:

  • einer führenden Hellzone
  • einem Start-Zeichen
  • einem oder mehreren Symbolzeichen (Nutzzeichen)
  • evtl. einem oder zwei optionalen Prüfzeichen (Symbolprüfzeichen), die vom "Visual Bar Code Designer" bei Bedarf automatisch generiert werden,
  • einem Stopp-Zeichen
  • einer abschließenden Hellzone
  • Klarschriftzeile (Human Readable Text)
    Eine für den Menschen lesbare Übersetzung der im Symbol codierten Datenzeichen (und gegebenenfalls der Prüfzeichen) sollte üblicherweise mit dem Symbol ausgedruckt werden. Die Größe der Schriftzeichen und der Schrifttyp sind nicht spezifiziert. So lange die Hellzonen nicht verletzt werden, darf die Klarschriftzeile an einer beliebigen Stelle in Symbolnähe gedruckt werden. Üblicherweise wird die Klarschriftzeile unterhalb des Symbols angeordnet.

⇑ nach oben